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Bündnisses „Menschenrechte grenzenlos“

Film- und Diskussionsreihe im November/Dezember 2026

GrenzenLOS – Das Recht zu gehen und das Recht zu bleiben

Film- und Diskussionsreihe zum Thema im November/Dezember 2026
im Umfeld des Tages der Menschenrechte am 10.12.


2016 hat sich das Bündnis „Menschenrechte grenzenlos“ gegründet mit 32 niedersächsischen Initiativen, von denen sich ca. die Hälfte aktiv beteiligen. Das Spektrum reicht vom Kulturzentrum, über Amnesty International, Initiativen aus der Flüchtlingsarbeit bis hin zu Selbstorganisationen von Migrant*innen. Jedes Jahr setzt das Bündnis zu einem aktuellen Thema ein Bündnisprojekt um.

In diesem Jahr haben wir uns dafür entschieden, die konkrete Situation von Menschen auf der Flucht, Bedrohungslagen und die aktuelle Situation von Geflüchteten hier in Deutschland zum Thema zu machen. Trotz vielfältigem Engagement für eine offene Gesellschaft, nimmt Rassismus im Alltag zu und das Recht auf Asyl und Schutz wird zunehmend relativiert. Die EU riegelt sich ab gegen Menschen in Not, um populistischen politischen Strömungen entgegenzukommen. In Zeiten sich zuspitzender globaler Krisen ist die Aufrechterhaltung der Rechte von Geflüchteten aber die letzte Grenzlinie vor Verelendung, Gewalt und Tod. Vielen Menschen ist dabei die konkrete reale Lage von Geflüchteten nicht bewusst; es dominieren nicht selten gruppenspezifische Vorurteile über “Scheinasylant*innen” u.a., als wären Fluchtrouten ein Spazierweg. Diesen Vorurteilen und menschenfeindlichen Erzählungen wollen wir aktiv entgegentreten.


Made in Bangladesh

Mi., 25.11., 18.00 Uhr – Film & Diskussion mit Jule Eidam (Hochschule Hannover)
Organisation: Bündnis Menschenrechte/Amnesty International Hannover

Shimu (23) arbeitet in einer der zahllosen Textilfabriken in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, für einen minimalen Lohn. Aus Protest gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen beschließt sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen, eine Gewerkschaft zu gründen. Trotz der Drohungen der Fabrikleitung und gegen die Bedenken ihres Ehemannes ist sie bereit, den Kampf um ihre Rechte aufzunehmen.
F/BD/DK/P 2019, 95 Min., Regie: Rubaiyat Hossain, mit Rikita Nandini Shimu, Novera Rahman u.a.


WHO, IF NOT US?

So., 29.11., 11.00 Uhr – Film & Diskussion mit Regisseurin Juliane Tutein
Organisation: Bündnis Menschenrechte/Amnesty International Hannover

Drei Frauen bieten unter großem Einsatz einer Diktatur die Stirn: Auch nach den großen Protesten von 2020 streiten sie weiterhin für Demokratie und ein freies Belarus, obwohl ihnen immer mehr Möglichkeiten dazu genommen werden. Der Film begleitet die 74-jährige Nina Baginskaya, Tanya Hatsura-Yavorskaya, die Gründerin des Menschenrechtsfilmfestivals „Watch Docs Belarus“, sowie die 22-jährige Menschenrechtsaktivistin Darya Rublevskaya..
D/BY 2023, 60 Min., Regie: Juliane Tutein


WHERE THE WAVES TOOK HER

Mi., 02.12., 18.00 Uhr – Film & Diskussion mit Anne-Katrin Klotzsch, Protagonistin/Hebamme
Organisation: Bündnis Menschenrechte

Für viele Menschen ist die Flucht über das Mittelmeer die letzte Hoffnung. Da immer häufiger auch Frauen und Kinder diesen Weg auf sich nehmen, gehört inzwischen eine Hebamme zur festen Besatzung eines Seenotrettungsschiffes. Die Doku begleitet die Berliner Hebamme Anne-Katrin bei ihrem ersten Einsatz, porträtiert ein starkes weibliches Team an Bord und gibt den geflüchteten Frauen den Raum, ihre Ge¬schichten selbst zu erzählen.
D 2025, 83 Min., Regie: Jana Stallein


Denkste Puppe

Mi., 09.12., 18.00 Uhr – Film & Diskussion mit Veronika Urban Filmkollektiv
Organisation: Bündnis Menschenrechte

In Denkste Puppe trifft Hanna Schygulla, eine der Ikonen des europäischen Kinos, nach sieben Jahren vier junge Männer wieder, die 2015 als unbegleitete geflüchtete Jugendliche nach Berlin gekommen sind. Mostafa, Mojtaba, Mohebi und Alireza aus Afghanistan formten damals bei Veronika Urban übergroß einen Wächter über die Menschenrechte. Hanna Schygulla drehte darüber den Film Die Unbegleiteten.
D 2025, 46/40 Min., Filmkollektiv: Hanna Schygulla, Tilman König, Ulrike Werner, Veronika Urban


Wohin mit mir?

Mi., 16.12., 18.00 Uhr – Film & Diskussion mit Filmemacher Marvin Menné
Organisation: Bündnis Menschenrechte

Die Geflüchteten Majd und Shahfaisal suchen in Deutschland ihren Platz in der Gesellschaft. Sie leben in einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Dort beginnen sie, sich selbst zu entdecken – als Teenager mit Träumen und Ängsten. Doch ihre Lebensrealität ist geprägt von drohender Abschiebung und gesellschaftlicher Ablehnung. Der Film begleitet sie durch ihren Alltag, der zwischen Hoffnung und existenzieller Unsicherheit oszilliert.
D 2025, 79 Min., R.: Marvin Menné, mit Majd, Shahfaisal


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