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  • "Kulturelle Teilhabe als gelebtes Kulturverständnis ist derzeit wichtiger denn je“

    Das Kulturzentrum Faust feierte seinen 25. Geburtstag mit geladenen Gästen

Am gestrigen Dienstag, dem 12. April, hat das Kulturzentrum Faust bei einem großen Jubiläumsempfang mit rund 150 geladenen Gästen sein 25-Jähriges Jubiläum gefeiert. Ein kurzweiliges Bühnenprogramm mit hochrangigen Gastrednern, musikalischen und literarischen Beiträgen sowie ein umfangreiches Buffet hielten die Anwesenden bei interessanten und anregenden Gesprächen bei Laune. Zu den Gratulanten und Festrednern zählten die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Gabriele Heinen-Kljajić und der hannoversche Oberbürgermeister Stefan Schostock. Unter den vielen prominenten Gästen konnten zudem der langjährige hannoversche OB Herbert Schmalstieg, die ehemalige niedersächsische Justizministerin Heidrun Merk, Bürgermeister Thomas Herrmann, die Ratsmitglieder Lothar Schlieckau, Oliver Kluck und Gunda Pollok-Jabbi, Bezirks-Bürgermeister Jörg-Rainer Grube sowie Peter Hoffmann-Schoenborn von der Faust-Gebäudestiftung begrüßt werden.

Niedersachsens Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajić bei ihrer Festrede in der Faust

In seiner Eröffnungsrede betonte der Geschäftsführer des Kulturzentrums Faust, Hans-Michael Krüger, dass Faust in den Bereichen Migration, Soziales, Kultur, Musik, Kunst, Politik, Nachhaltigkeit und Gesundheit gut vernetzt sei und er sich mit seinem Team auf die Herausforderungen der Zukunft freue: „Das Kulturzentrum ist immer im Wandel und die Netzwerke werden weiter wachsen.“ Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic gratulierte mit freundlichen Worten: „25 Jahre Faust, das sind 25 Jahre engagierte Stadtteilkulturarbeit, soziokulturell und interkulturell von Anfang an. Gemeinsam mit dem Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit Kargah e.V. leistet Faust wichtige interkulturelle Arbeit für den Stadtteil. Kulturelle Teilhabe als gelebtes Kulturverständnis ist derzeit wichtiger denn je. Aus diesem Grund möchten wir als Ministerium für Wissenschaft und Kultur gemeinsam mit Faust das dritte regionale Kulturforum Interkultur am 11. August 2016 hier bei Faust stattfinden lassen.“

Freuen sich über 25 Jahre Kulturzentrum Faust: Oberbürgermeister Stefan Schostock, Faust-Vorstand Ingrid Lange, Faust-Pressesprecher Jörg Smotlacha und Faust-Vorstand Jens Niezel

Im Anschluss betonte auch Oberbürgermeister Stefan Schostock, der zum Geburtstag der Faust einen Scheck in Höhe von 250 Euro überreichte, wie wichtig das Kulturzentrum Faust neben dem Pavillon für die Stadt Hannover sei. Zwar sei Faust auch durch schwierige Zeiten gegangen, doch heute spiele das Kulturzentrum eine wichtige Rolle für die gesamte Stadtgesellschaft und könne immerhin über 80 Prozent seines Gesamt-Etats aus eigenen Mitteln erwirtschaften, was nicht selbstverständlich sei, während die Stadt natürlich weiterhin gerne die soziokulturellen Projekte der Faust unterstütze. Pressesprecher Jörg Smotlacha ergänzte, dass das Kulturzentrum im ganzen Jubiläumsjahr 2016 Grund zur Freude habe. So werde aller Voraussicht nach im September des Jahres auch noch das ehemalige Kesselhaus der alten Bettfedernfabrik wiedereröffnet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Als letzter Redner betrat Hannovers Aushängeschild im Poetry Slam, Tobias Kunze, die Bühne. Kunze schilderte eindrücklich, welche Bedeutung die Faust für ihn als Künstler im Laufe der Jahre gewonnen habe und schloss mit dem Wunsch nach „weiteren 25 Jahren Faust, besser 250!“

(Fotos: Isabelle Hannemann)