Süß statt bitter: Orangen aus Italien
Die Orangen-Aktion der Kampagne SOS Rosarno
Präsentiert von: Allerweltsladen
Orangen gehören zum Winter und zur Weihnachtszeit. Auch aus Italiens Süden kommen sie nach Deutschland. In Kalabrien hat sich der Verein SOS Rosarno gegründet, um die Bedingungen bei der Orangenernte zu verbessern.
Auf Kalabriens Obstfeldern schuften rund 2500 afrikanische Wanderarbeiter*innen als Erntehelfer*innen. Sie erhalten nur etwa 35-40 Euro am Tag und müssen meist mehr als acht Stunden arbeiten. Kein Lohn, der für ein Leben in Würde reicht. Sie hausen in einfachen Hütten, ohne fließend Wasser und Strom. Die Kleinbäuer*innen wiederum können ihnen nur Billiglöhne zahlen, weil die niedrigen Preise der Supermarktketten ihnen keine andere Wahl lassen.
Diese Spirale durchbricht SOS Rosarno. Der Verein beschäftigt die Migrant*innen mit regulären Arbeitsverträgen zu Tariflöhnen. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf dieser fairen Orangen geht an das Projekt “Mediterranean Hope”, das Geflüchtetenprogramm des Bundes ev. Kirchen in Italien. So werden z.B. Wohnungen für Erntehelfer*innen ermöglicht.
Mehr Informationen:
www.faire-orangen.de
- Solidaritätskampagne seit 2011
- direkter Kontakt mit Obstbäuer*innen, Erntehelfer*innen und Einkaufsgemeinschaften
- Produktionsketten nach dem Prinzip des Fairen Handels
- zahlt Erntehelfer*innen Tariflöhne und Sozialversicherung,
- Anstellung mit Arbeitsverträgen
- Teil des Erlöses wird an andere Projekte gespendet (Solidaritätsbeitrag)
- seit 2015 Genossenschaft: Mani e Terra
- existiert seit der Saison 2020-2021
- in der Saison 25/26 wurden 176 Tonnen fairer Orangen von SOS Rosarno verkauft
- organisiert von regionalen Orangenaktions-Teams in Westfalen, Rheinland, Niedersachsen
- Koordination: oikos-Institut für Mission und Ökumene der Ev. Kirche von Westfalen
Ansprechpartnerinnen im Allerweltsladen:
Rita Otte und Ina Lüdecke
Tel.: 0511/210 88 87
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