Sara Mari Blom
"Wo ich (nicht) sein sollte. Über Scham und Klassismus". Lesung
Bildung, Liebe, Heimat, Glaube, Geld – all das sind Orte, an denen Sara Mari Blom sich schämt. Jahrelang sammelt sie Orte wie diese, bis ihr auffällt: Fast alle ihre Scham-Orte haben mit ihrer Herkunft zu tun – und damit, dass sie diese scheinbar verlassen hat. “Wo ich (nicht) sein sollte” fragt nach den emotionalen Konsequenzen des sogenannten Bildungsaufstiegs. Dieser vielfach angepriesenen Erfolgsgeschichte stellt die Autorin ihre Erlebnisse von Klassismus und innerer Zerrissenheit entgegen. Und sie stellt einen unerbittlichen Hauptakteur vor, der ihr (Er)Leben prägt: Scham.
Als Arbeiter*innenkind aus dem ländlichen Raum studierte Sara Mari Blom (*1994) Kostümbild in Hannover und Integriertes Design in Bremen. Sie ist Alumna der Tasawar Curatorial Studios 2020/21 des Goethe Instituts Tunis und erhielt das IFA-Stipendium des Cross Culture Programs 2021. Als Künstlerin, Autorin und Arbeiterin beschäftigt sie sich mit dem Verhältnis zwischen Klasse, Raum und Begegnung. Dabei erforscht sie insbesondere den Zwischenraum, der bei Überschreitungen sozialer Klassen entsteht – und die damit verbundene Scham.
(Foto: Ana Rodríguez Heinlein)
Fotos:
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