Rike van Kleef
ACHTUNG: VERSCHOBEN AUF DEN 03.03.2026!
Di, 13.01.26
Café Warenannahme
Rubrik: Literatur
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
VVK: 20 Euro (zzgl. Gebühren)
AK: 23 Euro
Ermässigt: 18 Euro
Achtung: Die Veranstaltung fällt witterungsbedingt aus. Neuer Termin ist der 3. März 2026. Tickets behalten ihre Gültigkeit, können aber auf Wunsch bei den jeweiligen VVK-Stellen rückerstattet werden.
Jedes Jahr pilgern Millionen Menschen auf Festivals, um sich gemeinsam in Eskapismus, Ekstase und einem grenzenlosen Freiheitsgefühl zu verlieren – und natürlich in der Musik. Vorgetragen wird die überwiegend von Männern. Warum ist das so? Allen Erfolgen weiblicher Künstler*innen und den lauter werdenden Forderungen nach mehr Diversität zum Trotz wird auch der Festival-Sommer 2025 abermals von männlich dominierten Line-ups geprägt sein. Wie lässt sich diese beharrliche Ungerechtigkeit erklären? Und was sagt sie über die Musikindustrie an sich aus?
Rike van Kleef hat mit zahlreichen Akteur*innen aus der Live- und Festival-Industrie gesprochen und zeichnet ein offenbarendes Porträt der Branche. Sie untersucht, welchen Schwierigkeiten FLINTA-Künstler*innen begegnen, wie Machtstrukturen in der Branche greifen, warum Frauen immer noch schlechter verdienen und wie es um die Sicherheit von weiblichen und queeren Musiker*innen in Zeiten von Post-#MeToo gestellt ist. Van Kleef zeigt zudem auf, wie der Weg zu mehr Gendergerechtigkeit aussehen könnte: Wie Booker*innen zu diverseren Line-ups finden, was Festivals zu sicheren Räumen für FLINTAs machen würde und wie männerdominierte Strukturen aufgelöst werden können.
Rike van Kleef ist Kulturarbeiterin, Journalistin und Autorin, deren Arbeit sich auf Gender, Macht und Popkultur konzentriert. Sie begann ihre Karriere in der Musikbranche, geprägt von ihren Erfahrungen als queere Frau in einem männerdominierten Umfeld. Mittlerweile gründete Rike den Verein fæmm mit und moderierte ihre eigene Radiosendung. Heute spricht und schreibt sie über die Schnittstellen von Sozialpolitik und Kultur und trägt zu Medien wie Deutschlandfunk Kultur, Musikexpress und tip Berlin bei. Ihre wissenschaftliche Studie zur Geschlechterrepräsentation auf deutschen Musikfestivals wurde für den FHP Gender Prize nominiert, und 2023 erhielt sie den International Music Journalism Award. Ihr Debüt-Sachbuch “Billige Plätze” erschien beim Ventil Verlag.
(Fotos: Sophia Emmerich)
Fotos:
13_01_faust_rike_van_kleef1.jpg
13_01_faust_rike_van_kleef2.jpg
13_01_faust_rike_van_kleef_cover.jpg
