"Rheinmetall entwaffnen entwaffnen"
Eine Veranstaltung der Gewaltfreien Aktion Hannover
“Gewalt bei Antikriegs-Demo – Polizisten mit Stahlkugeln beschossen” lautete die Schlagzeile bei der Bild-Zeitung. “Demo-Eskalation in Köln – Schwere Vorwürfe gegen Polizei nach Kessel-Aktion” heißt es dagegen beim Express und nd-Journalismus von links meldet “Polizeigewalt auf Demo gegen Aufrüstung”.
Die Medien haben sich jeweils einseitig das herausgepickt, was ihrem politischen Narrativ entspricht. Reden wir über das, was unterlassen wird, reden wir über die fehlende Reaktion der Friedensbewegung, beziehungsweise von dem, was gegenwärtig diese Bezeichnung okkupiert hat.
An einer Demonstration, die sich vorgeblich gegen Aufrüstung und Krieg richtet, beteiligen sich Leute, die sich vermummen, in der Szene spricht man von Hasskappen, neuerdings in rot und mit Hammer und Sichel. Leute, die Pyrotechnik zünden und die Waffen mitgebracht haben. Mit professionellen Zwillen und Katapulten schießen sie Stahlkugeln auf Polizisten, die eine derart hohe Geschwindigkeit haben, dass sie Schutzschilde durchschlagen.
Warum schreitet die Demonstrationsleitung nicht ein? Wo bleiben die Ordner*innen? Warum distanziert sich keine der beteiligten Organisationen? Warum entschuldigt sich niemand hinterher?
Leider zeigt es sich immer wieder, dass wir dringend eine neue Friedensbewegung brauchen. Eine, die diesen Namen endlich wieder verdient. Und, wenn wir Aufrüstung und die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft stoppen wollen, dann müssen wir bereits bei unseren eigenen Demonstrationen damit anfangen. Dann wäre es bereits ein erster wichtiger Schritt, wenn wir Rheinmetall entwaffnen entwaffnen.
www.gewaltfreie-aktion-hannover.de
www.quaker-roots.org.uk
Eine Veranstaltung der Gewaltfreien Aktion Hannover.
