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Neromun


"Blass"-Tour 2022. Special Guest: Young Meyerlack


Präsentiert von: Byte.fm, Diffus und Juice

Do, 05.05.22

Mephisto

Rubrik: Livemusik

Einlass: 19 Uhr

Beginn: 20 Uhr

VVK: 18 Euro (zzgl. Gebühren)

AK: 22 Euro

Aufgewachsen mit J Dilla und MF Doom, aber eben auch mit Pharrell, Destiny's Child und Nelly, war für Dustin, wie Neromun gebürtig heißt, schon im Teenager-Alter klar, wohin die Reise geht. Ihn zog es weg vom toughen, zynischen Battle-Rap und hin zum weicheren, verletzlicheren R'n'B. Das zeigte sich bereits bei seiner 2017-er Solo-EP “Sequel”, die er unter seinem ursprünglichen Künstlernamen Negroman veröffentlichte. Die kam schon mit viel südstaaten-orientiertem, poppigeren Sound daher, wo mehr Singsang und weniger Battle-Rap die Beats zierte. Diese Entwicklung setzt sich jetzt konsequent auf seinem aktuellen Album “Blass” fort.

“Mein Anspruch war, R'n'B auf Deutsch zu machen, ohne dass es cringy ist.” Klingt erstmal bescheiden, ist es aber nicht, was ein Blick in die deutschen Charts deutlich macht. Drei Jahre hat es dann auch gedauert, um Neromuns Stift richtig zu schärfen. Viele Tage allein zu Hause zwischen Texte überarbeiten, Beats picken und sich dem unendlichen Fluss der Kreativität hingeben. Ebenso viele Tage im Studio zusammen mit seinem Camp, wo diszipliniert geackert wurde.

Aber es hat am Ende geklappt. Der Sound von “Blass” ist nochmal luftiger, verspielter, träumerischer als seine Musik zuvor. Die Texte wirken sehr intuitiv, mehr Andeutung als feste Statements, mehr Semikolon als Ausrufezeichen. Dem Vibe gebührt die große Bühne, das Spotlight. Das macht “Blass” zu einem extrem zeitgeistigen und dennoch unverwechselbaren Album, das Neromuns Dualität auf die schönste Art und Weise einfängt und vertont. Hier werden Ketten geflext, aber Sportwagen angezündet, wallahi. Hier wird im einen Song “Herr der Ringe” zitiert und im nächsten Dem Franchize Boys Hommage gewidmet. Grenzen zu Gender, Klasse und Herkunft lösen sich auf, aber trotzdem wird represented. Bei “Blass” sitzt ein R'n'B-Kopf auf einem HipHop-Körper, in dessen Brust ein Herz schlägt, das sich weigert, sich entscheiden zu müssen, wer oder was es ist. Denn “Blass” darf alles sein, fühlen und träumen. Hier verwandelt sich Dustin endgültig in das mythische Wesen Neromun.

Young Meyerlack ist zu Hause auf der Bühne. Wer ihn live erlebt, merkt schnell, dass der kleine Bruder von Doubtboy alles andere als „klein“ ist. Schöpfend aus einem scheinbar unendlichen Repertoire an Songs, schwimmt er auf der Bühne wie ein Fisch im Wasser und taucht regelmäßig in unbekannte Tiefen unterschiedlicher Popkulturen ab. Young Meyerlack produziert einen Großteil seiner Werke selbst und erlangte als Ali Whales bereits bedächtigen Fame in Boom-Bap-Kreisen, ohne dabei in Realkeeper-Attitüden abzurutschen oder es anderen gleichzutun. Young Meyerlack steht für eine junge Generation Musiker, denen stilistisch kein Eisen zu heiß ist und die sich für ihr Schaffen einer Cross-Over-Ästhetik bedient, die irgendwo zwischen Classic Hip Hop, Neuer Deutscher Welle und Jerry B. Anderson zu verorten ist.

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(Fotos Neromun: Ilayda Dagli und Pauline Schey)

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