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Kulturwiese


Die Open-Air-Bühne. Tablequiz mit Sina und Lukas vom PLATZprojekt. Live-Musik mit Klaasius (HipHop) und Joules The Fox (Singer/Songwriterin)


Sa, 15.08.20

Faust-Wiese

Rubrik: Livemusik

Einlass: 15:30 Uhr

Beginn: 16 Uhr

Eintritt: frei

Wir veranstalten wieder: Open Air und live zusammen mit dem Kulturzentrum Pavillon und dem Musikzentrum Hannover. Für sieben Wochen werden wir die “Kulturwiese” in Linden-Nord mit kulturellem Leben füllen und eine Bühne für die Soziokultur errichten. Jede*r kann kommen, wir bitten um Spenden für die Künstler*innen, aber der Eintritt ist frei. Die Bühne wird für Euch jeweils donnerstags, freitags von 18 bis 20 Uhr und samstags von 16 bis 20 Uhr bespielt.

Programm, Samstag, 15. August

16:00 Uhr
Tablequiz mit Sina und Lukas vom PLATZprojekt

Packt Eure Picknickdecke ein, nehmt Euer kleines Schwesterlein und fahrt mit Ihr zur Kulturwiese! Sina und Lukas vom PLATZprojekt möchten in der Sonne Eure Köpfe dampfen sehen. Damit Ihr die Hitze überlebt, packt Eure Sonnenhüte ein. Essen und Getränke gibt es im Gretchen, es dürfen aber auch Picknick-Körbe mitgebracht werden.

  • Anmeldung vor Ort bis 16 Uhr.
  • Maximal 6 Personen pro Team.

18:00 Uhr
Klaasius (HipHop)
Oldschool-Boom-Bap-Beats mit intelligenten, freshen Texten aus Hannover.

19:00 Uhr
Joules The Fox (Singer/Songwriterin)

Joules The Fox ist in den blauen Stunden unterwegs – zusammen mit Gitarren-June, Harmonizer Harry und Loop-Pedal Waldo wandert diese Ein-Fuchs-Band durch die Lande – wenn nicht gerade zu Hause bleiben angesagt ist. Joules bringt ihre Geschichten mit, und so könnt Ihr ganz entspannt trotz Carola auf Reisen gehen. Joules' Debüt “Auf Reisen” entführt mal auf eine kleine Insel vor Helsinki, mal in eine windige Stadt im Norden Hollands, mal in den Fuchsbau, wo wohl ein wilder Avocado-Baum wächst – und sich Indie und Folk freundlich “Guten Abend” sagen. Joules The Fox ist eine vielseitige Stimme und eine Songwriterin, die im Ohr und Herz bleibt.

Joules The Fox @ Facebook

Informationen zur Kulturwiese

Es ist leise geworden in und um die Kultur. Trotz Online-Formaten und vereinzelter Open Air-Bühnen und einiger Indoor-Veranstaltungen unter strengen Auflagen ist das Angebot sehr dünn. Das macht sich vor allem in einer Stadt wie Hannover bemerkbar, die sonst von kulturell vielfältigen Angeboten sprudelt, den Titel UNESCO City of Music trägt und sich um die Auszeichnung als Kulturhauptstadt Europas 2025 bewirbt.

Resignation macht sich seit einiger Zeit breit, auch, weil die anfangs große Aufmerksamkeit für die katastrophale Lage der Kulturbranche nachzulassen scheint. Nach Tweets wie Jan Böhmermanns “Auch Kultur ist systemrelevant” bekundeten viele ihre Solidarität, medial und auch politisch wurde die Situation der Kulturschaffenden diskutiert, zahlreiche Petitionen gestartet. Doch die große Rückkehr in den Kulturalltag bleibt noch – und wird wohl auch noch lange – ausbleiben: Kultur, die auf Einnahmen angewiesen ist, kann kaum existieren. Kultur, die wenig Ressourcen für Planung, Konzepte und Risiken einsetzen kann, hat es ebenfalls schwer. Nähe geht nicht, Spontanität ist schwierig, Ausgelassenheit nahezu unmöglich.

Deswegen haben sich die drei großen soziokulturellen Einrichtungen Kulturzentrum Faust, Kulturzentrum Pavillon und MusikZentrum Hannover zusammengeschlossen: Gemeinsam nutzen wir den restlichen Sommer, um Open Air (Sozio)Kultur auf der Faust-Wiese in Linden-Nord zu veranstalten. An 21 Terminen gibt es Raum für 28 Veranstaltungsformate: Ab dem 6. August am frühen Abend jeweils donnerstags, freitags von 18 bis 20 Uhr und samstags von 16 bis 20 Uhr. Der Einlass beginnt jeweils 30 Minuten vorher.

Mit der Kulturwiese wollen wir eine Agora der niedrigschwelligen Kultur schaffen, so wie wir es auch oft im Alltag tun. Auf der Bühne ist Platz für Soziokultur, lokale Kultur und für Initiativen und Projekte aus den drei Häusern. Neben Musikformaten vom Jam bis zum Konzert, Theater und Poetry Slam wird diskutiert und ausgehandelt. Dazu laden wir auch gesellschaftspolitische, soziale und inklusive Organisationen ein.

Die Kulturwiese soll Kultur nicht nur erlebbar, sondern vor allem wieder sichtbar machen: “Wir sind noch da, wir machen weiter.” Die Kulturwiese ist eine Plattform für die Wertschätzung der Kunst! Ein Signal dafür ist die Bezahlung der Auftretenden: Das Motto für das Publikum lautet “Pay what you can” und dieser “Hut+” geht zu 100 Prozent an die Auftretenden oder an Zwecke, die diese bestimmen. So bleibt fürs Publikum ein niedrigschwelliges Angebot bestehen, gleichzeitig wird die Arbeit der Künstler*innen gewertschätzt.

Die Bühne steht auf der “Faust-Wiese” in Linden-Nord. Ein- und Auslass sind kontrolliert und alle Hygiene-Regeln werden eingehalten, das Hygiene-Konzept wurde von der Region Hannover zur Kenntnis genommen. Alle Besucher*innen sollen eine Mund-Nasen-Maske bei sich führen. Die Umsetzung ist kostengünstig möglich, da erhebliche Personalressourcen der drei Ausbildungsbetriebe eingesetzt werden können. Die Kulturwiese wird gefördert von der Landeshauptstadt Hannover sowie der Stiftung Hannoversche Volksbank.

Für die Verpflegung ist auch gesorgt: Getränke, Pizza und Kleinigkeiten gibt es im Biergarten Gretchen an der Kulturwiese.

Wir freuen uns auf Neugierige, Kultur-Hungrige, Flaneur*innen, Unterstützer*innen und Freund*innen. Kultur von und für alle!