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Kulturwiese


Die Open-Air-Bühne. Eröffnung mit Ulrich (Singer/Songwriter), Erik Leichter (Slam-Poetry), Lena Broszeit (Tanz) und Linden Legendz (Jam-Session)


Do, 06.08.20

Faust-Wiese

Rubrik: Livemusik / Literatur

Einlass: 17:30 Uhr

Beginn: 18 Uhr

Eintritt: frei

Wir veranstalten wieder: Open Air und live zusammen mit dem Kulturzentrum Pavillon und dem Musikzentrum Hannover. Für sieben Wochen werden wir die “Kulturwiese” in Linden-Nord mit kulturellem Leben füllen und eine Bühne für die Soziokultur errichten. Jede*r kann kommen, wir bitten um Spenden für die Künstler*innen, aber der Eintritt ist frei. Die Bühne wird für Euch jeweils donnerstags, freitags von 18 bis 20 Uhr und samstags von 16 bis 20 Uhr bespielt.

Eröffnungsprogramm, Donnerstag, 6. August

18:00 Uhr
Ulrich (Singer/Songwriter)
Eine Gitarre, eine Stimme, ein Typ. Steffen-Ulrich Schöps ist nicht nur ein herausragender Gitarrist, sondern auch ein begnadeter Songschreiber. Diese Songs drehen sich um alles, was ihm wichtig ist: neue und alte Liebe, bröckelnde Beziehungen und die eigenen Perfektionsansprüche. In dem Haus, von dem noch die Rede sein soll, dem Haus der Schöps' nämlich, stand in jeder Etage eine Gitarre. Für drei der vier Brüder waren das die ersten Freundinnen. Auch für Ulrich. Inspiriert von amerikanischen Rock- und Blues-Roots wie John Mayer und Tommy Emmanuel trieb er sich zu stundenlangem Üben an. Spätere Einflüsse von Deutsch-Pop-Ikonen wie Andreas Bourani und Gregor Meyle ließen seine Musik zu künstlerischem Pop-Rock mit der Tiefe deutscher Texte verschmelzen.

18:30 Uhr
Offizielle Eröffnung der Kulturwiese

18:45 Uhr
Lena Broszeit (Tanz)
Lena verlor bei einem schweren Unfall einen Arm und ein Bein. Ihre Liebe zum Tanzen ließ sie sich dennoch nicht nehmen. Mit ihrem berührenden Ausdruckstanz ist sie ein großes Vorbild für viele, die ein ähnliches Schicksal erleiden mussten.

18:50 Uhr
Erik Leichter (Hannoverscher Poetry Slam-Meister 2019)
Erik Leichter ist bereits seit seiner Jugend auf den Bühnen des Poetry Slams unterwegs. Schon 2009 gründete der gebürtige Zwickauer den “Brandsätze Slam Zwickau”, ohne selbst vorher Fuß gefasst zu haben in der Szene. Im letzten Jahr gewann er unter anderem die hannoverschen Stadtmeisterschaften im Poetry Slam. Inhaltlich greift er Themen wie Heimat, Liebe, Kapitalismus und Alltagsbeobachtungen auf, denen er süffisant begegnet.

19:20 Uhr
Linden Legendz (Jam-Session)
Als zweiter musikalischer Live-Act steht das hannoversche Künstler*innen-Kollektiv Linden Legendz auf der Bühne. Die Jam-Sessions der Musiker*innen sind längst legendär und stehen für jegliche Art von Musik, frei von Genregrenzen. Sie bieten ein Netzwerk und eine Plattform.

Informationen zur Kulturwiese

Es ist leise geworden in und um die Kultur. Trotz Online-Formaten und vereinzelter Open Air-Bühnen und einiger Indoor-Veranstaltungen unter strengen Auflagen ist das Angebot sehr dünn. Das macht sich vor allem in einer Stadt wie Hannover bemerkbar, die sonst von kulturell vielfältigen Angeboten sprudelt, den Titel UNESCO City of Music trägt und sich um die Auszeichnung als Kulturhauptstadt Europas 2025 bewirbt.

Resignation macht sich seit einiger Zeit breit, auch, weil die anfangs große Aufmerksamkeit für die katastrophale Lage der Kulturbranche nachzulassen scheint. Nach Tweets wie Jan Böhmermanns “Auch Kultur ist systemrelevant” bekundeten viele ihre Solidarität, medial und auch politisch wurde die Situation der Kulturschaffenden diskutiert, zahlreiche Petitionen gestartet. Doch die große Rückkehr in den Kulturalltag bleibt noch – und wird wohl auch noch lange – ausbleiben: Kultur, die auf Einnahmen angewiesen ist, kann kaum existieren. Kultur, die wenig Ressourcen für Planung, Konzepte und Risiken einsetzen kann, hat es ebenfalls schwer. Nähe geht nicht, Spontanität ist schwierig, Ausgelassenheit nahezu unmöglich.

Deswegen haben sich die drei großen soziokulturellen Einrichtungen Kulturzentrum Faust, Kulturzentrum Pavillon und MusikZentrum Hannover zusammengeschlossen: Gemeinsam nutzen wir den restlichen Sommer, um Open Air (Sozio)Kultur auf der Faust-Wiese in Linden-Nord zu veranstalten. An 21 Terminen gibt es Raum für 28 Veranstaltungsformate: Ab dem 6. August am frühen Abend jeweils donnerstags, freitags von 18 bis 20 Uhr und samstags von 16 bis 20 Uhr. Der Einlass beginnt jeweils 30 Minuten vorher.

Mit der Kulturwiese wollen wir eine Agora der niedrigschwelligen Kultur schaffen, so wie wir es auch oft im Alltag tun. Auf der Bühne ist Platz für Soziokultur, lokale Kultur und für Initiativen und Projekte aus den drei Häusern. Neben Musikformaten vom Jam bis zum Konzert, Theater und Poetry Slam wird diskutiert und ausgehandelt. Dazu laden wir auch gesellschaftspolitische, soziale und inklusive Organisationen ein.

Die Kulturwiese soll Kultur nicht nur erlebbar, sondern vor allem wieder sichtbar machen: “Wir sind noch da, wir machen weiter.” Die Kulturwiese ist eine Plattform für die Wertschätzung der Kunst! Ein Signal dafür ist die Bezahlung der Auftretenden: Das Motto für das Publikum lautet “Pay what you can” und dieser “Hut+” geht zu 100 Prozent an die Auftretenden oder an Zwecke, die diese bestimmen. So bleibt fürs Publikum ein niedrigschwelliges Angebot bestehen, gleichzeitig wird die Arbeit der Künstler*innen gewertschätzt.

Die Bühne steht auf der “Faust-Wiese” in Linden-Nord. Ein- und Auslass sind kontrolliert und alle Hygiene-Regeln werden eingehalten, das Hygiene-Konzept wurde von der Region Hannover zur Kenntnis genommen. Alle Besucher*innen sollen eine Mund-Nasen-Maske bei sich führen. Die Umsetzung ist kostengünstig möglich, da erhebliche Personalressourcen der drei Ausbildungsbetriebe eingesetzt werden können. Die Kulturwiese wird gefördert von der Landeshauptstadt Hannover sowie der Stiftung Hannoversche Volksbank.

Für die Verpflegung ist auch gesorgt: Getränke, Pizza und Kleinigkeiten gibt es im Biergarten Gretchen an der Kulturwiese.

Wir freuen uns auf Neugierige, Kultur-Hungrige, Flaneur*innen, Unterstützer*innen und Freund*innen. Kultur von und für alle!