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  • Arbeitskreis Bangladesch in Niedersachsen

Arbeitskreis Bangladesch in Niedersachsen
c/o Initiative für ein Internationales Kulturzentrum
Kulturzentrum Faust
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover

Kontakt:
Sharaf Ahmed
Tel. 0511 / 210 75 36
Mobil 0174 / 396 79 53

Gründung
Der Arbeitskreis Bangladesch in Niedersachsen wurde im Anschluss an Informations­veranstaltungen zu der Überschwemmungskatastrophe in Bangladesch 1993 gegründet. Mit einer kontinuierlich tätigen Gruppe wird seitdem die Öffentlichkeit in Deutschland über die Entwicklungen in dem südasiatischen Land informiert, für Kooperation und Unterstützung werden neue Partner gewonnen. Mit der 1991 entstandenen neuen Bürgerbewegung in Bangladesch und zivilgesell­schaftlichen Organisationen besteht ein enger Informationsaustausch. Der AK BiN hat durch die Bangladesch-Tagungen SprecherInnen dieser sozialen, politischen und kultu­rellen Bewegungen zur Diskussion und zu Lobbykontakten nach Deutschland eingela­den. Er pflegt die Kontakte nach Bangladesch und zu Organisationen, die in Deutsch­land zu Bangladesch tätig sind, darüber hinaus durch die Mitarbeit im Bangladesch-Fo­rum, in dem alle wichtigen NGOs aus Deutschland Mitglied sind.

Arbeitsinhalte
Der AK Bin hat sich unter anderem mit folgenden Themen ausführlich beschäftigt: Umwelt und Entwicklung, ländliche Entwicklung, Wasserrechte, fundamentalistische Bewegungen, säkulare Traditionen des Islam, Minderheitenpolitik, Demokratiebestrebungen und Zivilgesell­schaft, Frauenorganisationen, die Situation der TextilarbeiterInnen, NGOs, Medien, Lite­ratur, Film, Theater, Musik, Bangladesch-Forschung in Deutschland, Bangladesch-Com­munities in Europa.

Struktur
Der AK BiN ist als Arbeitskreis der politischen Erwachsenenbildung beim Bildungsverein Hannover e.V. registriert und kooperiert in der Nord-Süd-Bildungsarbeit mit dem Ver­band Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB). Der Arbeitskreis bietet in regelmäßi­gen öffentlichen Treffen Informationen und Diskussionen zu wichtigen Fragen in Bangla­desch und den Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Bangladesch an. Dabei sind 10-12 Mitglieder ehrenamtlich tätig. Von 2007 bis 2008 produzierte der AK BiN monatlich ein Radio-Magazin zu Bangladesch und den Beziehungen zu Deutschland und Europa, das im hannoverschen Bürgerradio Radio Flora gesendet wurde. Der AK BiN erhält für die laufenden Aktivitäten keine finanziellen Zuwendungen, er organisiert größere Vorhaben in Projektform und wirbt die notwendigen Mittel dazu jeweils bei verschiedenen Stiftungen, Fonds und anderen Institutionen ein.

Unterstützer
Bisher wurde der AK BiN unter anderem unterstützt durch: ABP, Arbeitsstelle Ökumene und Entwicklung (Ev. Landeskirche Hannover), Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Nds., BINGO – Umweltlotterie Nds., Bistum Hildesheim, BMZ, DSE, Evangelischer Entwick­lungsdienst (EED), Friedrich Ebert-Stiftung Nds., Heinrich Böll-Stiftung, Internationaler Solidaritätsfonds Bündnis 90/Die Grünen, Katholischer Fonds, Rosa-Luxemburg-Stif­tung, Stadt Hannover, Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt (Berlin), Stiftung Umver­teilen (Berlin), Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN), Verband Niedersäch­sischer Bildungsinitiativen (VNB).

Vernetzung
Durch die langjährige Tätigkeit sind Kontakte mit Organisationen aufgebaut worden, die zu Bangladesch tätig sind, unter anderem zu der Bangladesch-Kogruppe von amnesty international (Bielefeld), zum bundesdeutschen Komitee für die Unterstützung der Bürgerbewegung in Bangladesch, zum Bangladesch-Studien- und Entwicklungszentrum/BSEZ e.V. (Wiehl), zur Deutsch-Bengalischen Gesellschaft e.V. (Frankfurt a.M.), zum Südasien-Forum (Berlin), zu NETZ e.V., zur Universität Heidelberg, die mit Prof. Zingel in For­schung und Lehre zu Bangladesch tätig ist, sowie zu anderen Bangladesch-Initiativen in Berlin, Frankfurt, Hamburg und Bonn. Seit 2002 arbeitet der AK BiN im bundesweit tätigen Bangladesch-Forum mit. Kontakte bestehen auch zu Medien, die zu Bangladesch berichten, wie zum Beispiel der Zeitschrift “Südasien” und der Asien-Redaktion der Deutschen Welle.

Bangladesch-Tagungen
Einen besonderen Stellenwert für die Arbeit des AK BiN haben die Bangladesch-Tagun­gen bekommen, die seit 1994 organisiert werden. Die erste Tagung fand in Zusammen­arbeit mit dem Arbeitskreis Asiatisch-Afrikanischer Akademikerinnen und Akademiker in Göttingen statt, alle weiteren in Hannover. Mit diesen Tagungen ist es gelungen, ein Bangladesch-Forum zu etablieren, das bun­desweite Ausstrahlung hat und zu dem auch bereits Gäste aus europäischen Nachbar­ländern gekommen sind. Die Wochenend-Treffen sind mit Beteiligten aus dem gesam­ten Bundesgebiet (darunter Jugendlichen, Studierenden, jungen Erwachsenen, Akteu­rInnen aus Bangladesch und anderen Nord-Süd-Initiativen sowie Interessierten – natür­lich auch vielen ZuwandererInnen aus Bangladesch) Orte des interkulturellen Dialogs. Mit den Tagungen wird jeweils ein aktueller Themenbereich ins Zentrum gestellt, aus dem kulturellen Leben in Bangladesch gibt es einen Beitrag, und alle beteiligten Gruppen sind eingeladen, sich an einer Informationsbörse zu beteiligen.

Bisher ist es gelungen, SprecherInnen der zivilgesellschaftlichen Orgaisationen aus Bangladesch als ExpertInnen für die Tagungen zu gewinnen, zum Teil konnten sie durch Ko­operation mit Organisationen in weiteren Städten zu Anschlussterminen vermittelt wer­den. Auch Gespräche mit Mitgliedern des Bundestages wurden vereinbart. Die Beiträge und Ergebnisse mehrerer Tagungen sind dokumentiert.

Tagungsthemen
Die Bangladesch-Tagungen haben seit 1994 aktuelle Fragen aus Politik, Gesellschaft und Kultur bearbeitet:

  • 1994 Bangladesch zwischen Demokratisierung und Fundamentalismus
  • 1995 Kulturarbeit und BürgerInnenbewegung gegen Fundamentalismus in Bangladesch
  • 1996 Bangladesch 1971–1996: 25 Jahre Unabhängigkeit (Rückblick – Bilanz- Ausblick)
  • 1998 Zivilgesellschaft in Bangladesch
  • 2000 Soziale Kräfte für den Wandel in Bangladesch
  • 2002 Neoliberale Globalisierungspolitik und die Folgen für Bangladesch
  • 2004 Bangladesch-Menschenrechte im Partnerland
  • 2006 Dialog und Austausch: Niedersachsen/Europa und Bangladesch
  • 2008 Dialog & Austausch: Niedersachsen/Europa & Bangladesch/Südasien

Information
Kontakt- und Ansprechpartner für den AK BiN sind:
Sharaf Uddin Ahmed, Hannover, Tel. 0511 / 210 75 36
Sujit Chowdhury, Göttingen, Tel. 0551 / 344 43
Klaus Strempel, Bad Nenndorf, Tel. 05725 / 32 99 38