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iJacking


Augmented Reality aus Asien und Europa. Das Festival für unsichtbare Kunst


Fr, 28.09.18

Kunsthalle , Kesselhaus Linden und Öffentlicher Raum

Rubrik: Ausstellung

Öffnungszeiten: Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr

Eintritt: 3 Euro

Ermässigt: 2 Euro

Der Kunstverein Kunsthalle Hannover hat gemeinsam mit der Virtuale Swizerland das digital basierte Cyberspace-Projekt iJacking entwickelt, das sich mit und in Hannovers Stadtraum vorwiegend mittels eigenem Smartphone oder Tablet subtil und poetisch verschränkt und ungeahnte Möglichkeitsräume erfahrbar werden lässt.

iJacking versteht sich als AR-Pilotprojekt, das erstmals im Juni 2018 anlässlich der CeBIT mit einer Teaser-Tour für eine Woche im Stadtraum Hannovers und am Schweizer Pavillon auf der CeBIT in Erscheinung trat. Im September 2018 wird iJACKING in vollem Umfang mit zwölf internationalen und niedersächsischen AR-Positionen in der City Präsenz zeigen. Weitere Projekt-Teile beinhalten ein partizipative Plattform für lokale Künstler*innen, das “rAGEing-Projekt” sowie taiwanesische Video-Projektionen am Kesselhaus nahe der Kunsthalle Faust.

iJacking bezieht sich zunächst auf die gewollte oder ungewollte Nutzung fremder elektronischer Daten. Dazu eröffnet das Kuratorenteam neben nativen asiatischen und europäischen Künstler*innen im Bereich Augmented Reality auch niedersächsischer Künstler*innen die Gelegenheit, eine Auswahl ihrer Werke für eine 3-D Digitalisierung und anschließende virtuelle Präsentation als AR-Projekte aufzuarbeiten (“boot-strapping”) und im Rahmen der Ausstellungskonzeption einzubinden.

Zum anderen nimmt der Titel iJacking Bezug auf die Nutzung von öffentlichen, städtischen oder auch privaten Flächen und Räumen, die für eine Korrespondenz zwischen imaginärem Kunstwerk und realem Ort geeignet scheinen. So bietet iJacking vom zentral gelegenen Kröpcke ausgehend vier AR-Touren in alle Himmelsrichtungen an, an deren Endpunkten jeweils unterstützende Ausstellungshäuser Hannovers liegen. Dabei hosten beispielsweise die Kestnergesellschaft, das Sprengel Museum und die Städtische Galerie Kubus die jeweiligen AR-Projekte vor Ort mittels großer, dort angebrachte QR-Code Tafeln, über die man Zugang zu den Bilddaten des jeweiligen Kunstwerks erhält.

Geleitet über den iJacking-QR-Code lassen sich generell Informationen zu den vier AR-Touren mit ihren jeweiligen Kunstwerken sowie eine Handlungsanweisung auf der Webseite www.virtuale-swizerland.org abrufen. Begleitend wird auch ein Promotion-Folder herausgegeben, der über das Projekt und die technischen Handhabungen informiert sowie eine Citymap mit den Parcours-Stationen aller virtuellen Events. Zu den regelmäßigen Führungen ab Kröpcke wird ein Getränkeservice mittels Lastenfahrrad, die “FahrBar” angeboten. VIP-Touren sind über den Blog ijacking.blogspot.com buchbar. Der Blog liefert zusätzliche Hintergrundinformationen zum Gesamtkonzept und vernetzt Künstler*innen aus Taiwan, China, Japan, Australien, der Schweiz und Deutschland.

Angestrebt sind Folgeprojekte auf der Mediations Biennale Poznan 2018, der Virtuale Swizerland und dem OSMOSIS Audiovisual Media Festival, Taipei, Taiwan.

AR-Parcours
Auf einem umfangreichen Parcours durch Hannovers Innenstadt erkunden die Besucher*innen geführt oder selbständig über WLAN, QR-Code und/oder ein Transferprogramm (Browser oder App) unterschiedlichste Aspekte der Umwidmung, Aneignung und Neubesetzung. So steht man etwa virtuell vor dem Neuen Rathaus am Grabmal Maos oder lässt in der Georgstraße japanische Lampions steigen. Zentraler Anlaufpunkt für Infos, AR-Touren und das Eröffnungsevent ist das Kröpcke. Das virtuelle Werk am Kröpcke erzeugt einen Kabeljau-Schwarm um die Betrachter*innen, der sich nach oben in einer Spirale himmelwärts bewegt. Der Schwarm ist eine Homage an die Ehrfurcht vor dem Leben und gleichzeitig eine Abschiedsvision dieser Spezies, die uns so gut genährt hat.

Kesselhaus Linden
Drei taiwanesische Künstler*innen beschäftigen sich in Ihren Arbeiten auf unterschiedliche, vorwiegend abstrakte Weise mit urbanen Strukturen und Prozessen. Die oft uneindeutige, nicht ablesbare Herkunft der Bildsequenzen steht im Widerspruch zu plakativen, aus der Werbebranche vertrauten Präsentationsformen, hier an den vermeintlichen Wandflächen respektive Fensterfronten des Kesselhauses. So bilden die Rückprojektionen aus dem Kesselhaus als undefinierbare, abstrakte Werbetafeln einen ebenso irritierenden wie faszinierenden Gegenpol zum AR-Parcours mit seinen konkreten Möglichkeitsräumen.

Kunsthalle Faust
Endpunkt des Projekts bildet die Ausstellungshalle auf dem Faust-Gelände. Sie dient zur Dokumentation des Gesamtprojekts und bietet am Eröffnungsabend taiwanesische Küche.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Warren Armstrong (Australien), Chun-Han Chiang (Taiwan), Regina Frank (Deutschland), Ya-Wen Fu (Taiwan), Franziska Furter (Schweiz), Jake Hempson (Australien), Hui-Hsuan Hsu (Taiwan), Ingo Lie (Deutschland), Lily & Honglei (China), Will Pappenheimer (USA), Yasuyuki Saegusa (Japan), Harro Schmidt (Deutschland), Studer/van den Berg (Schweiz), The Curiously Minded (INT) und Timm Ulrichs (Deutschland)

iJacking
Ausstellungsdauer: Freitag, 31. August, bis Sonntag, 30. September 2018

Vernissage: Donnerstag, 30. August, 19 Uhr
Öffnungszeiten Kunsthalle Faust: Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 2 Euro

Kuratoren: Arthur Clay (Basel), Wei Ming Ho & Wen-Chi Wang (Taipeh) und Harro Schmidt (Hannover)

Präsentiert von Virtuale Switzerland in Kooperation mit dem Kunstverein Kunsthalle Hannover e.V.