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Kapitalistische Ökonomie, imaginäre Bedeutungen, Politik. Von Marx zu Castoriadis und von Castoriadis zu uns


Diskussionsveranstaltung im Attac-Frühlingsprogramm


Di, 21.05.19

Der Nachbarin Café

Rubrik: Gesellschaft

Einlass / Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Was ist das eigentlich, die Ökonomie – was sind Waren, was ist Wert, Kapital oder Wirtschaftswachstum? Wie lassen sich diese so bedeutsamen wie folgenreichen, zugleich aber auch höchst merkwürdigen “Dinge” theoretisch angemessen begreifen und wie praktisch verändern? Mit solchen Grundsatzfragen konfrontiert uns Cornelius Castoriadis in seinem Aufsatz “Wert, Gleichheit, Gerechtigkeit, Politik” und macht darin deutlich, wohin ihre – zumeist implizite – Beantwortung uns politisch führt oder führen kann. Durch exemplarische Auseinandersetzung mit der Theoretisierung der Ökonomie durch Marx und durch Aristoteles arbeitet er heraus, wie stark die uns allen geläufige Theoriebildung – einschließlich der “kritischen” – den überkommenen philosophisch-metaphysischen Denkformen verhaftet bleibt und wie problematisch eine entsprechend konzipierte “Wissenschaft von der Ökonomie” in einer politisch-emanzipatorischen Perspektive ist. Zugleich schlägt er mit seinem Konzept des Imaginären und der imaginären Bedeutungen eine Neuorientierung der Theorie-Bildung vor und skizziert die Konsequenzen für eine Politik der Autonomie.

Harald Wolf, Soziologe und Castoriadis-Herausgeber aus Göttingen, greift in dieser Veranstaltung in einem Eingangsvortrag die in dem erwähnten Aufsatz aufgeworfenen Grundsatzfragen und vorgeschlagenen Antworten auf, die dann in einer ausführlichen Diskussion gemeinsam weiter erörtert und geklärt werden sollen.