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Afghanistan - Abschiebung in den Tod?


Vorträge und Diskussion zum Thema "Ist Afghanistan sicher?"

Do, 30.03.17

Warenannahme

Rubrik: Gesellschaft

Einlass: 18:30 Uhr

Beginn: 19 Uhr

Eintritt: frei

“Sichere Gebiete” im Bürgerkriegsland? Wie ist die tatsächliche Lage in Afghnistan? Wie ist die aktuelle Abschiebepolitik der Bundesregierung in Afghanistan zu bewerten? Was bedeutet das für afghanische Geflüchtete in Deutschland?

“Die Einschätzung des Innenministeriums zu sicheren Gebieten in Afghanistan ist für uns im Licht der jüngsten Einschätzung des UNHCR zur Verschlechterung der Sicherheitslage in Afghanistan nicht nachvollziehbar”, so Lipi Mahjabin Ahmed, Geschäftsführerin der IIK. “Da wir jeden Tag mit afghanischen Geflüchteten zu tun haben und ihre Geschichten und das Leid kennen, das sie durchlebt haben, ist für uns jede Abschiebung in das Bürgerkriegsland Afghanistan eine Abschiebung zu viel. Dies hat unserer Meinung nach nichts mehr mit dem Schutz von Menschenrechten zu tun.”

Im ersten Teil der Veranstaltung sollen zwei Expertenvorträge die aktuelle Lage in Afghanistan darstellen. Vor dem Hintergrund der Neubewertung durch das Innenministerium soll insbesondere den Fragen nachgegangen werden, ob es in Afghanistan tatsächlich “sichere Gebiete” gibt und ob Abschiebungen in das Land folglich zulässig sind. Daran anschließen wird sich eine Podiumsdiskussion zur aktuellen Asyl- und Abschiebepolitik der Bundesregierung und deren Auswirkungen auf die Situation afghanischer Flüchtlinge in Deutschland. Ziel ist es, das Thema von der asylrechtlichen, menschenrechtlichen, therapeutisch-medizinischen und politischen Perspektive aus zu beleuchten. Im Rahmen der Diskussion sollen auch Betroffene aus Afghanistan selbst zu Wort kommen und von ihren Erfahrungen berichten. “Wir wollen damit einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion leisten, über die Lage in Afghanistan aufklären und miteinander darüber ins Gespräch kommen, wie wir uns für eine bessere Situation der Afghanen einsetzen können”, so Lipi Mahjabin Ahmed.

Bestätigte Teilnehmer:

  • Dr. Katja Mielke – Peace and Conflict Research Institute, Bonn International Center for Conversion, Bonn
  • Paulo Dias – Rechtsanwalt (Ausländer- und Asylrecht, Strafrecht), Refugee Law Clinic, Hannover
  • Dr. Olaf Polster – Bundesministerium des Innern, Stab Rückkehr
  • Susanne Schröder – Rechtsanwältin (Ausländer- und Asylrecht), Hannover
  • Kai Weber – Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., Hannover
  • Netzwerk für Traumatisierte Flüchtlinge (NTFN) e.V., Hannover

Eine Veranstaltung der Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V. In Zusammenarbeit mit Afghanisches Frauennetz e.V., Netzwerk Flüchtlingshilfe und Menschenrechte e.V., Flüchtlingsrat Niedersachsen, Faust e.V. und MiSO-Netzwerk Hannover e.V.