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Rome


Chanson Noir aus Luxemburg. "Hall Of Thatch"-Tour 2018


Präsentiert von: Orkus, Kulturnews und Event

Do, 22.03.18

Mephisto

Rubrik: Livemusik

Einlass: 19 Uhr

Beginn: 20 Uhr

VVK: 20 Euro (zzgl. Gebühren)

AK: 25 Euro

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Jérôme Reuter ist ein Getriebener, ein Suchender und steht mit seinem Projekt Rome in einer langen Tradition als Songwriter, irgendwo zwischen Exilant und Lonesome Cowboy. Ob Brel, Cash, Van Zandt, Waits, Cohen, Cave – Architekten der Melancholie wie diese sind es, die ihre Spuren in Reuters künstlerischem Ausdruck hinterlassen haben. Seine Musik vereint europäische und amerikanische Folklore mit Chanson und der getriebenen Tristesse des englischen Post Punk. Und über allem thront diese unverkennbare, tiefe Stimme, der man beruhigt und erwartungsvoll lauscht, da man von ihr glauben will, sie wisse um die Art und die Bestimmung der Menschen. Auf nunmehr bereits elf Alben und unzähligen anderen Veröffentlichungen hat der Luxemburger Songwriter mit Rome seit 2005 versucht, sich einen Reim auf diese Welt und unsere Geschichte zu machen. Das Ideal der standhaften Rastlosigkeit – als Preis der inneren Freiheit – postulierend, treu einer einzigartartigen, künstlerischen Vision ergeben, ein Botschafter der Melancholie, der elegischen, gleichsam an Protest-Songs erinnernden Hymnen.

Kann man in den ersten Werken von Rome noch deutliche Einflüsse aus den Genres Industrial und Dark Folk erkennen, zeigen spätere Werke eine Wandlung hin zu Französischem Chanson und Amerikanischem Folk. Rome beschreiben ihren Stil dabei gerne als “Chanson Noir”. Reuters Songs vermögen live gleichermaßen Geschichts- und Kultur-Interessierte wie auch tanzwütige Indie-Rocker zu überzeugen. Hier vermischen sich diverse musikalische Traditionen: Der Chanson seiner erklärten Vorbilder Jacques Brel und Léo Ferré trifft auf kühle Rock- und Wave-Einflüsse wie etwa von Joy Division und New Model Army. Den Texten merkt man Reuters Liebe zur Literatur an: Es finden sich Zitate und Versatzstücke der unterschiedlichsten Autoren: von Brecht bis Jünger, von Camus bis Celine, von Burroughs bis London. Rome will sich weder auf ein Genre festlegen, noch von außen festlegen lassen. So entspricht das Publikum einer diversen Mischung aus Goths und Punks, Hippies und Hipsters aller Generationen.

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