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Moritz Krämer & Band


"Ich hab einen Vertrag unterschrieben"-Tour 2019. Support: Ove (Akustik-Folk aus Hamburg)


Präsentiert von: Musikexpress und ByteFM

Fr, 08.03.19

Mephisto

Rubrik: Livemusik

Einlass: 19 Uhr

Beginn: 20 Uhr

VVK: 16 Euro (zzgl. Gebühren)

AK: 19 Euro

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Bevor die nächste Platte seiner Band Die Höchste Eisenbahn rauskommt, hat Moritz Krämer ein Doppelalbum aufgenommen, über ein Thema, das uns alle betrifft, aber selten im Plattenregal zu finden ist: Verträge. “Ich hab einen Vertrag unterschrieben 1&2” ist der Monolog eines düpierten Erzählers. Er glaubt hinters Licht geführt worden zu sein und schreibt Briefe an seinen Vertragspartner. Er will seine Schulden begleichen, überlegt wie er sich aus der Verantwortung stehlen kann. Dabei sieht er nochmal zurück, zur Seite, nach vorn, verliert sich und vergisst, was er eigentlich wollte.

Das klingt kompliziert. Bei Krämer klingt es ganz einfach: “Wenn Dein Deal ein guter ist, wieso musst Du mich dann zwingen?“ oder “Ich hab einen Vertrag unterschrieben, aber die Zeiten ändern sich.” Mal klingt die Platte zurückgelehnt wie Whitney oder Andy Shauf, wenn ein trockener Beat (Hanno Stick am Schlagzeug) unter warmen Streichern begraben wird, mal wie Kevin Morby, Wilco oder Courtney Barnett, mal erinnern die Arrangements mit Bongos, Motown-Streichern und dem Beatles-Bass von Alex Binder an Hymnen von Curtis Mayfield oder Gladys Knight, durch Andi Fins' Klavierspiel an Randy Newman oder Todd Rundgren. Am Ende ist es immer Krämers Stimme und seine Art zu singen, die den Sound der Platte ausmachen, die die deutsche Sprache so leicht und melodisch klingen lassen.

Wie Krämer schon auf seiner ersten Platte “Wir können nix dafür” die großen Themen mit Wasserflecken auf dem Boden besang, so ist auch “Ich hab einen Vertrag unterschrieben 1&2” keine Platte über juristische Schriftstücke, sondern über Liebe, Streit und Versöhnung. Insofern unterscheidet er sich thematisch nicht von Matthias Schweighöfer oder Max Giesinger, sie drücken sich nur unterschiedlich aus. Bei Schweighöfer heißt es: “Immer wenn ich Dich singen hör, kommt alles Gute von selbst”, bei Krämer klingt Glück so: “Es gibt einen der als Erster ankommt, und Kinder, die auf Rollschuhen vorbeifahren.”

Den Support geben Ove aus Hamburg mit ihrem neuen Album “Abruzzo”. Es sollte in Autos laufen oder in Eisdielen, es darf aus Ghettoblastern erschallen, die beim Rollschuhfahren auf Schultern getragen werden. Der gute Plan mag voll Übermut sein und am Ende doch alles anders kommen. Aber manchmal wird es dann trotzdem gut. Und niemand, könnte uns davon besser überzeugen als die Band, die nach dem Scheitern einer wunderbaren Idee eine der schönsten Ecken Italiens mit einem Lächeln im Gesicht und einem Bier in der Hand gegen das Schietwetter Nordfrieslands eingetauscht hat. Hier kommt “Abruzzo”!

Moritz Krämer @ Facebook

Ove @ Facebook