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Anette Johannessen & Jan-Egil Finne


atelier:performance #19


So, 09.06.19

Zinsser-Halle / Studio : Ilka Theurich

Rubrik: Bühne

Einlass / Beginn: 15 Uhr

Eintritt: frei

Anette Friedrich Johannessen

Im Wesentlichen untersucht Anette Friedrich Johannessen menschliche Systeme und Rituale, die unser Verständnis der umgebenden Welt regulieren. Auf der Suche nach Sinn schaffen Menschen Rituale und Systeme. Diese Strukturen können in einer ansonsten chaotischen und desorientierenden Welt als Fundament dienen. Diese Systeme, die im täglichen Leben oft so einfach wie kleine Verhaltensmuster sind, können als ein Weg dienen, der uns einen Sinn geben kann. Rituale können sowohl individuell als auch gemeinsam sein. Sie werden sowohl privat als auch in der Öffentlichkeit aufgeführt, aber wenn man sie beherrscht, kann dies ein Gefühl der Wichtigkeit vermitteln. Durch Performance-Kunst dekonstruiert Johannessen Symbole und ihre Bedeutung. Durch körperlich herausfordernde und monotone Praktiken sucht sie nach den grundlegendsten Systemen und Vorschriften, an denen wir uns beteiligen und die wir anderen auferlegen. Wo ziehen wir die Grenze zwischen Natur und Gesellschaft? Wann werden unsere eigenen Rituale zu einem Eingriff? Johannessens Performances werden oft durch die Verwendung alltäglicher Materialien und Objekte erstellt. Diese Materialien haben oft einen starken Bezug zur Natur und zum Platz des Menschen.

Jan-Egil Finn

In seiner Arbeit untersucht Jan-Egil Finn, was in der Beziehung zwischen Medium und Material und dem Raum geschieht, mit dem er eine Verbindung herstellt. Idealen Beziehungskontakt, sowohl zu lebenden als auch zu toten Dingen, sieht er als eine Möglichkeit, etwas zu bewahren und/oder niederzureißen. Die Aufregung oder Ambivalenz zwischen dem Platzieren in einer Kategorie und dem Wunsch, von ihr losgelöst zu werden, erzeugt die Spannung der Veränderung. Die Gefahr der Zerstörung oder die Zerstörung selbst besteht auch in diesem Nervenkitzel. Die Herausforderung ist das Gleichgewicht zwischen Handeln und Engagieren. Eine körperliche Sensibilisierung, die mit der Identifikation des Körpers mit der Welt spielt und nicht mit einem rationalen Raum.

Als Duo kreieren Johannessen und Finn Handlungen, die durch Zartheit und Ruhe bestechen und Wind und Wetter standhalten. Aber auch Humor ist ihnen nicht fremd. Nach einer ersten Annäherung 2018 während des einmaligen internationalen Performance-Festivals “Die Faust performt”, darf man auf ihre konzentrierte Duo-Performance im Stadtraum Hannover gespannt sein. Treffpunkt ist das Studio : Ilka Theurich. Wir starten pünktlich, da wir bei gutem Wetter einen weiteren Ort in der näheren Umgebung (Georgengarten, Leineufer) aufsuchen werden.

atelierperformance.blogspot.de

(Fotos: Wolfgang Schunck, Ilka Theurich)