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Gim Gwang Cheol & Park Kyeong Hwa


atelier:performance #14


Do, 19.07.18

Studio : Ilka Theurich / Freigelände

Rubrik: Bühne

Einlass / Beginn: 18 Uhr

Eintritt: frei

Gim Gwang Cheol wurde 1967 in Südkorea geboren. Seine Schultage waren geprägt durch die Militärdiktatur. Er ging auf 518 Gwangju Pro-Demokratie-Bewegung-Demonstrationen, bei denen viele Menschen starben. Natürlich hatte er über persönliche Freiheit und Demokratie nachgedacht. Doch danach fing er an, mehr und mehr über Taoismus, Buddhismus, Psychologie, Soziologie, Philosophie und Geschichte zu lesen. Seine erste Priorität war Philosophie, aber er entschied sich, Kunst zu studieren, und begann, zu malen und zu performen. Cheol absolvierte 1996 sein Kunststudium an der Chonnam National University und arbeitet seitdem als Künstler. Seit 1993 setzt er die Performancekunst experimentell ein.

Seine Sicht ist vielfältig und dialektisch. Und er erkennt jeden Wert im Leben selbst. Er sieht seine Aufgabe darin, durch die Erweiterung künstlerischer Ausdrucksformen humanistische Diskurse zu schaffen. Performancekunst ist ein guter Weg, dies zu tun. Weil es verschiedene Wege gibt – Ausstellung, Präsentation, Festival, Planung, Schreiben – und die Dinge in dieser “festen” physischen Welt flexibler gemacht werden können, indem man das verfestigende Denken auflöst. Gim Gwang Cheol fragt immer wieder nach Menschlichkeit, nach künstlerischer Flexibilität, Natürlichkeit und Zivilisation. Seine Kunst der Kommunikation macht Spaß und schafft Raum für Gedanken.

Park Kyeong Hwa stammt ebenfalls aus Korea und arbeitet als Romanschriftstellerin. Nachdem sie 2012 ihr Studium an der Gim Gwang Cheol Performance Art Academy beendet hatte, veröffentlichte sie ihr erstes großes Werk “My Bearfoot”, gefolgt von “Fishbowl” und “Snail”. Mit einem einzigartigen performativen Stil ist Park Kyeong Hwa fest verankert in der Idee von Sprachen und Büchern, die einen Sinn für Romantik haben. Manchmal hinterfragt sie, ob Emotionen sich so leicht in digitale und virtuelle Realitäten übersetzen lassen, andere Male benutzt sie Textbriefe als Objekte, um ihre persönlichen Konflikte und inneren Spannungen auszudrücken und sie mit den Weltkonflikten zu verbinden.

Hwas künstlerische Suche besteht darin, Wege zu finden, persönliche Geschichten mit dem Universellen zu verbinden, in dem Bewusstsein, dass jedes Wesen um sein Dasein kämpft. Wenn also die Poesie uns die Schönheit der Dinge enthüllt, werden Worte wie “Frieden” und “Freiheit” nicht nur als Konzepte angenommen, sondern als wahre Gefühle empfunden.

atelierperformance.blogspot.de

TREFFPUNKT: Faust-Hofeinfahrt / gemeinsamer Spaziergang zum Performance-Ort