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Mélanie Peduzzi & Małgorzata Rabczuk


atelier:performance #19


Sa, 06.07.19

Zinsser-Halle / Studio : Ilka Theurich

Rubrik: Bühne

Einlass / Beginn: 15 Uhr

Eintritt: frei

Mélanie Peduzzi ist eine belgische Künstlerin. Sie wurde 1989 geboren und studierte Bildende Kunst an der ENSAV La Cambre in Brüssel. Ihr OEuvre verbindet das Schreiben mit der Performance und Fotografie. Peduzzi entwickelt Konzepte, welche die uns auferlegten körperlichen Normen und Repräsentationskräfte in der heutigen Gesellschaft durch Handlungen und Bilder hinterfragen.

Małgorzata Rabczuk ist eine polnische Künstlerin. Sie wurde 1991 geboren und absolvierte ihr Diplom 2017 an der Haute école des arts du Rhin Mulhouse in Strasbourg. Rabczuk erforscht in ihren Arbeiten besonders die Utopien des kollektiven Lebens, Biozentrismus, Utopien der Zärtlichkeit, Fürsorge und das Heimwerken. Auch ihr OEuvre ist transdisziplinär. Sie verbindet Videokunst, Performance, Fotografie und entwickelte eine eigene Praxis des Regieführens für Fotografie und Autorenfilme.

Peduzzi und Rabczuk haben eine Affinität zu ihren Arbeitsthemen, zur Untersuchung von Selbstfindung und dem aufgenommenen Bild sowie zur starken Einbeziehung des Körpers in ihre künstlerische Praxis. Sie sind sich bewusst, dass die Erfahrung und Repräsentation von Körpern politische und moralische Probleme mit sich bringt, die mit Kontexten und Zeiten zusammenhängen. Sex – Liebe – Norm – Psychische Gesundheit – Kapitalismus – Neoliberalismus – Neue Technologien. Die Einladung zur gemeinsamen Teilnahme an der “Queer Art Festival Session of Tenderness 9.12 – 23.12.2019” in Brüssel ist eine Gelegenheit für sie, eine Recherche durchzuführen und eine neue Arbeit über sechs Monate enwickeln zu können. Einschließlich der Artist Residenz im Studio: Ilka Theurich in Hannover, welche die erste Phase darstellt.

Aus der gemeinsamen Arbeit und dem Aufeinandertreffen ihrer künstlerischen Praktiken wird ein Film der Erwartungen hervorgehen, der während einer Live-Performance unter die Haut der Künstlerinnen gelegt wird. Die Absicht ist es, der Tatsache entgegenzuwirken, dass die Körper effizienter werden. Die Idee ist vielmehr, zu hinterfragen, wie sich die neuen Technologien auf unsere Intimität auswirken, ob und wie der Körper ein Gegenstand politischer Kontrolle ist, und den Körper mit einem poetischen Überzug zu beladen.

Der Film (die Mikro-Serie) besteht aus 12 Folgen, die jeweils auf einem sterilisierten NCF-Chip aufgezeichnet werden. Die Dreharbeiten werden während des Aufenthalts in Hannover durchgeführt. Die Künstlerinnen erzählen Geschichten von Erlebnissen, die in spekulative Erzählungen umgewandelt werden. Sie wollen eine Welt erschaffen, die auf Erinnerungen basiert, die in ihren Körpern verankert sind, und lassen dabei neue Welten entstehen, die utopisch wie dystopisch sind. Die Mikro-Serie wird zwei Hauptfiguren (Performerinnen) haben. Im Hinblick auf das Bild wird die Anhäufung dieser Geschichten mit einem sehr ausgeprägten
visuellen Universum interagieren. Die Künstlerinnen nutzen den kinematografischen Aspekt des Bildes, um den emotionalen Inhalt der Aktionen, welche auf der Leinwand stattfinden, zu übersetzen und zu steigern.

atelierperformance.blogspot.de