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brennWERTE (Brandklasse 5)


Künstler*innen, Lehrer*innen und Schüler*innen im Brennpunkt von Schule, Feuer und Kunst


Do, 05.07.18

Kunsthalle

Rubrik: Ausstellung

Öffnungszeiten: Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr

Eintritt: 3 Euro

Ermässigt: 2 Euro

Stadtkinder erleben Feuer überwiegend medialisiert: In Kinderbüchern zündeln Kinder, in Actionfilmen und Computerspielen kann nur der gewinnen, das Böse verbrennt. Wollen Kinder und Jugendliche auf natürliche Art und Weise Feuer machen, droht und folgt Bestrafung. Was wird derlei Feuergewaltenwirkung pädagogisch entgegengesetzt? Werden aus feuergewaltgebildeten Kindern nicht Erwachsene, die eigene soziale und politische Konflikte eher brandstiftend entscheiden?

Kulturgeschichtliche, entwicklungspsychologische, lernorientierte und gewaltpräventive Verständnisse der Begegnung zwischen Kind und Feuer sind in den Erziehungswissenschaften nicht Gegenstand von Forschung und Lehre. Gegenstand von Forschung/Lehre. Kita, Schulträger, Erzieher, Lehrer und Eltern stehen kindlicher und jugendlicher Feuer-Faszination und Aktion ratlos und verunsichert gegenüber und (re)agieren daher mit Feuer-Verboten. Studien bezüglich der Einflüsse destruktiver medialisierter Feuernutzungsmuster auf kind- respektive jugendliche Feuerbildung wie auch über die Beweggründe Jugendlicher, in Konflikten zunehmend – nicht nur in sozialen Brennpunkten – mit Feuer zu wirken, fehlen.

Das vom Künstler Kain Karawahn 2004 entwickelte, mehrfach ausgezeichnete und von Behörden, Versicherungen und zahlreichen Bildungseinrichtungen unterstützte Lernmodell Feuer für Kitas und Schulen vermittelt die Kontrolle des Kindes über einen vom Kind verursachten Brennprozess auf der Grundlage ästhetischer Kriterien. Dieses aus der Kunst entwickelte Lernmodell erfährt wiederum seit 2006 seine Multiplikation im Form von Weiterbildungen für Erzieher*innen und Lehrer*innen. Letztere wenden dann ihre nirgendwo anders erhältliche Lehrkompetenz Feuer in zahlreichen Bildungseinrichtungen an. Hierüber haben nicht nur diverse pädagogische Fachzeitschriften ausführliche Artikel verfasst, sondern auch zahlreiche Tageszeitungen wie die Süddeutsche Zeitung (2014) und die New York Times (2017).

Nun sollen Künstler*innen und Kunststudent*innen aus der Region Hannover und Kunstlehrer*innen des Gymnasium Limmer durch Kain Karawahn in Form von Seminaren und Workshop dahingehend ausgebildet werden, dass sie eine kulturelle und künstlerische Lehrkompetenz Feuer erhalten, welche sie sodannn an fünf Schulklassen mit 150 Schüler*innen) des Gymnasium Limmer erproben. Die Schüler*innen werden selbstverantwortlich künstlerische Werke kreieren, von Malerei (Fumage) und Fotografie bis hin zum Video. Alle feuer- und kunstspezifischen Arbeiten werden anschließend in der Kunsthalle Faust der Öffentlichkeit präsentiert.

brennWERTE (Brandklasse 5)
Künstler*innen, Lehrer*innen und Schüler*innen
im Brennpunkt von Schule, Feuer und Kunst
Ausstellungsdauer: Freitag, 22. Juni, bis Sonntag, 8. Juli 2018

Vernissage: Donnerstag, 21. Juni 2018, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 2 Euro

Workshops mit den fünf Schulklassen:
Montag, 18. Juni 2018
Dienstag, 19. Juni 2018
Mittwoch, 20. Juni 2018

Rahmenprogramm:
Freitag, 22. Juni 2018, 18 Uhr
“Kreuzfeuer” – Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Politik, Bildung, Feuerwehr und Kunst zum Thema “Bildungsarbeit Feuer in der Schule”