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Ausgrenzung von Menschen, die von der Norm abweichen


Lesung, Film-Vorführung und Diskussion im Rahmen des Projektes "Texturen des Zusammenlebens"


Mi, 19.12.18

Medienhaus Hannover

Rubrik: Gesellschaft

Einlass / Beginn: 20 Uhr

Eintritt: frei

Lesung, Film und Diskussion zur Ausgrenzung durch geschlechtliche Normierungen, Ausgrenzung von Transgender, Intersexuellen und anderen von der Erwartungsnorm abweichenden Menschen.

Vor ein paar Monaten hatten sie nach Kneipenschluss noch zusammengesessen. Paula war zitterig gewesen, was daran lag, dass Heiko, ein ohnehin nerviger Stammkunde, einfach unglaublich dämlich war. “Hey, ErSieEs, machst Du uns noch ein Bier?” Nadine wäre ihm am liebsten an die Gurgel gefahren, aber Paula hatte die blöde Bemerkung scheinbar ungerührt mit einem “Mal sehen, ob das noch in meinen Terminkalender passt”, gekontert. Trotzdem hatte Nadine ein ungutes Gefühl und es schien ihr, als sei Paula, die ohnehin helle Haut hatte, noch eine Spur blasser geworden.”

Film: “Männlich, weiblich – oder was? Leben mit dem dritten Geschlecht”, 43:30 min.
Ein Film von Hannah Reineke, Insa Rauscher und Franziska Ehrenfeld. Anschließend Diskussion mit Insa Rauscher.

Christian, Sandrao und Talisha sind weder männlich noch weiblich, sie sind intersexuell. Sie stehen zwischen den Geschlechtern, besser gesagt, sie haben von beiden Geschlechtern etwas. Wie schwierig das Thema ist, wird schon bei der Anrede oder der Suche nach einer treffenden Bezeichnung klar: Zwitter oder Hermaphrodit oder auch Intersexueller? In keiner dieser Bezeichnungen finden sich Betroffene eindeutig wieder. Christian, Sandrao und Talisha sprechen mit uns über dieses Tabuthema, über ihre alltäglichen Hürden und über Geschlechtsoperationen. Denn immer noch werden Intersexuelle im Kindesalter operiert, um den starren Normen von männlich und weiblich zu entsprechen.

Eine Veranstaltung des Kulturzentrums Faust in Kooperation mit dem Medienhaus Hannover e.V. im Rahmen des Projektes “Texturen des Zusammenlebens”.

Ort: Medienhaus Hannover, Schwarzer Bär 6, 30449 Hannover

Texturen des Zusammenlebens

Geschichten aus und über Linden

Ein Text, zu dem viele Menschen aus Linden-Limmer ein Kapitel beigetragen haben. Ein Text, der in vielen Verzweigungen das Zusammenleben in Linden spiegelt. Mit Gruppen und Einzelpersonen aus dem Stadtteil haben wir 2018 zum Thema des Zusammenlebens im Stadtteil Linden einen internetbasierten Text mit vielfältigen Textpfaden produziert. Einsehen könnt Ihr diesen Hypertext auf der Projekt-Webseite.

Vier dieser Textpfade zu den Themen “Vorurteile und Rassismus”, “Gentrifizierung”, “Was ist deutsch?” und “Ausgrenzung von Menschen, die von der geschlechtlichen Norm abweichen” wollen wir an verschiedenen Orten im Stadtteil zur Diskussion stellen.

Außerdem werden wir die vier Textpfade in Form eines E-Books zusammen mit in Workshop-Formaten mit Jugendlichen ausgearbeiteten Illustrationen hier und anderen Stellen Anfang Dezember kostenfrei publizieren. Gerne dürfen diese weiter verwandt werden – sie werden unter einer Creative Commons Lizenz stehen.

www.texturen-linden.de