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  • Linden Fiction 2050

Die Diskussion

Die Diskussion zum Buch “Linden Fiction 2050” im Rahmen der Buchvorstellung am 14. Dezember 2015 griff die Themen auf, die auch in den Kurzgeschichten thematisiert werden. Der Bezirksbürgermeister war leider auf Grund eines Unfalls verhindert teilzunehmen. Wir wünschen ihm gute Besserung. Davon, dass die politischen VertreterInnen, die zugesagt hatten zu kommen, nicht kamen, ließen sich die TeilnehmerInnen aber nicht irritieren. Die knapp 40 Anwesenden diskutierten über Möglichkeiten, auf ihren Stadtteil positiv einzuwirken.

Das Ihme-Zentrum bildete den Ausgangspunkt der Debatte. Als ein zentraler Stein des Anstoßes im Stadtteil, der, in diesem Sinn fast wie ein Werk der modernen Kunst, lebhafte Debatten und Nachdenken auslöst, wurde es dabei sehr unterschiedlich betrachtet. Von der Nutzung und Aneignung der Gebäude für subkulturelle Zwecke, der Gentrifizierung des Ihme-Zentrums durch eine hippe hochkulturelle Aufwertungsstrategie, über bunte Fassaden, Erneuerungen und Begrünung bis hin zum Abriss scheint hier alles vorstellbar. Aber einheitlich wird der Ist-Zustand des Ihme-Zentrums als eines der zentralen Probleme im Stadtteil und gleichzeitig als Möglichkeitsraum gesehen. Und die Stadt sollte sich hier nicht einfach aus der Verantwortung herausnehmen, auch dies wurde eingefordert.

Ein weiteres zentrales Thema aus den Kurzgeschichten des Buches, das auch die Diskutierenden umtrieb, war die Frage des sozialen Miteinanders. Hier standen Ängste vor zunehmender sozialer Kälte und negative Utopien einer hochtechnologischen, aber entmenschlichten Zukunft positiven Utopien und Erfahrungen im Stadtteil von Toleranz und einer von freiwilliger gegenseitiger Hilfe und von sinnvoller Arbeit geprägten Gesellschaft gegenüber. Die Hoffnung war, dass sich in der einen oder anderen Weise, statt des materiellen Strebens nach Geld, statt einer Freiheit, die sich darauf reduziert zu entscheiden, was kaufe ich, gerade in Linden eine Kultur einer sozialen, toleranten und freien Gesellschaft herausbilden könnte. Viele der Anwesenden sahen Linden schon heute auf einem guten Weg. Für viele ist Linden bereits ihre Utopie, eine Utopie der Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt, die sie vertiefen wollen.

Mehr Grün im Stadtteil ist ein weiterer Wunsch, der überall widerhallte, in den Kurzgeschichten und auch bei allen DiskussionsteilnehmerInnen. Hier wurde Unverständnis über die Stadt geäußert, die Eigeninitiativen teils ausbremst und Grünflächen, so der Eindruck, immer weiter beseitigt. Der Einwand, dass die Pflege von Grün mit erheblicher Arbeit verbunden sei und deshalb diese Flächen arbeitsintensiv seien, wurde aber auch von Stadtteilgrüninitiativen bestätigt. Teils fehlt es an der Bereitschaft, Zeit aufzuwenden, teils mangelt es bürgerschaftlichen Projekten an der langfristigen verlässlichen Kontinuität. Verwilderte Flächen werden teils als Müllkippen missbraucht. Konkrete Initiativen sind hier gefragt, und der anwesende Mitarbeiter des AGENDA- und Nachhaltigkeitsbüros der Stadt Hannover forderte dazu auf, mit konkreten Initiativen und umsetzbaren Projekten zur Begrünung des Stadtteils an sie heranzutreten. Der Weg der Durchsetzung sei nicht immer einfach, aber ein langer Atem würde sich lohnen. Grundsätzlich gebe es in der Stadtverwaltung die Bereitschaft, Projekte der Begrünung des Stadtteils, die langfristige Umsetzungsperspektiven beinhalten, zu unterstützen.

Als eine Art Schlusswort sei hier die Aufforderung eines Teilnehmers genannt, es gilt Utopie zu wagen und sich nicht immer schon von vornherein nur auf das scheinbar Mögliche zu beschränken, es gilt das Unmögliche möglich werden zu lassen. Linden scheint dafür der richtige Ort zu sein.

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