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The MONA Collection


Eine Sammlung internationaler Multimediakunst


Sa, 23.05.09 -

So, 21.06.09

Kunsthalle Faust

Öffnungszeiten: Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr

Eintritt: 3 Euro

Ermässigt: 2 Euro

Unter der Schirmherrschaft von MONA Inner Spaces aus Poznan (Museum of the Newest Art) und der Kunsthalle Faust entstand in den letzten Jahren eine Sammlung von Foto-Arbeiten, Videokunst, Installationen und anderen Medienarbeiten. Die Sammlung umfasst Werke international bekannter Künstler wie Magdalena Jetelová, Martin Zet, Nadja Verena Marcin, Weng Fen, Marie Jo Lafontaine, Nicolas Provost oder Jaan Toomik. Die Kunsthalle Faust wird eine repräsentative Auswahl aus der Sammlung mit nur wenigen Themenschwerpunkten zeigen.

Magdalena Jetelová
Die tschechische Künstlerin Magdalena Jetelová wurde mit großen Holz-Skulpturen von Tischen, Stühlen oder Treppen bekannt, welche sie aus Eichenstämmen schlug. Neue Arbeiten benutzen hingegen auch andere Materialien, zum Beispiel Beton. Für Fotografien installierte Jetelová sehr starke Lichtquellen, die einen gebündelten Lichtstrahl erzeugten, in menschenleeren Landschaften. Dabei durchschnitt der Lichtstrahl die Natur oder projizierte Zitate in ihr. Außerhalb des Lichtstrahls bleiben die Schwarzweiß-Fotografien sehr dunkel, lassen aber immer noch Details der Umgebung erkennen.

Martin Zet
Martin Zet ist ein kompromissloser tschechischer Bildhauer, Schriftsteller, Videokünstler, Revolutionierer und Reisender in Sachen Freiheit. In einer Doppelprojektion zeigt beispielsweise eine seiner Arbeiten ein historisches Filmdokument als Video-Loop einer Schrittfolge Adolf Hitlers in seiner Sommerresidenz auf dem Obersalzberg, unterlegt mit einer HipHop–Tonspur. Währenddessen zeigt ein zweites Video eine Performance-Dokumentation, in der Ballettschüler eben diese Schrittfolge zur Musik einüben.

Nadja Verena Marcin
Nadja Verena Marcins Videoinstallation “Sissi” lässt ein surreales Szenario entstehen: In einem Vogelhaus wippt scheinbar eine junge Frau in gelbem Top und beigem Rock vogelgleich auf einer Stange. In unregelmäßigen Abständen erklingt ihr Gesang – einem Zwitschern nicht unähnlich. Sissis Gesang evoziert Gefühle zwischen Komik und Tragik. Isolation und Zutraulichkeit halten sich die Waage.

Weng Fen
Weng Fen, geboren in Hainan 1961, gehört zur Generation der chinesischen Künstler, deren Fokus ein Land im sozialen und politischen Umbruch einfängt. Wenn Modernisierung und Urbanisation in seinen Werken auf Naturlandschaften seines Heimatlandes treffen, dann fixiert Fen eine Realität zwischen Tradition und Moderne. So scheinbar naiv der Stil, so unwahrscheinlich die Sogwirkung, welche seine Arbeiten entfachen, denn die Protagonisten auf Fens Fotografien scheinen seltsam unberührt und richten ihren Blick, dem Betrachter abgewandt, in eine ungewisse Zukunft.

Marie Jo Lafontaine
Seit ihrem legendären Auftritt bei der documenta 8 mit der Video-Installation “Les larmes d’acier” zählt die belgische Foto- und Video-Künstlerin Marie Jo Lafontaine zu den angesehensten zeitgenössischen Künstlerinnen überhaupt. In ihren neueren Werkeinheiten befasst sie sich häufig mit übergreifenden Themen wie Identität, Stadt, dem Erlebnisraum von großen Metropolen, Jugend und Jugendkultur. So auch in ihrer jüngsten Serie Babylon Babies, die großformatige Porträt-Fotos von Jugendlichen vor intensiv-farbige monochrome Hintergründe umfasst. Mit dieser Serie setzt die Künstlerin ihre in den letzten Jahren geschaffene Ikonografie von Kindern und Jugendlichen fort, die jenseits der üblichen Klischees liegen. Der Betrachter wird mit eigenständigen jungen Menschen konfrontiert, deren fotografische Präsentation jedoch jeden Kontext verweigert und deshalb auch offen für Projektionen ist.

Nicolas Provost
Der visuelle Künstler Nicolas Provost hat 10 Jahre in Oslo gelebt. Derzeit lebt und arbeitet er in Brüssel. Sein Film “Papillon d’amour” hat zahlreiche Preise und eine lobende Erwähnung am Sundance Filmfestival 2004 erhalten. In diesem Werk stellt Provost Akira Kurosawas Film-Klassiker “Rashomon”, in dessen zentralen Szenen es um Vergewaltigung und Mord geht, digital neu zusammen – als hinreißende Studie vorübergehender Liebe in schmetterlingsartigen Bewegungen. In dem Maße, wie die Beschreibung von Gewalt faszinierend schön wird, erzeugt sie eine Reihe neuer, assoziativer Bilder, die durch sinnträchtige Ton- und Musik-Hinterlegung kraftvoll hervorgehoben werden. Zugleich bleibt der Betrachter bei Provost gefesselt, auch wenn er mit dem Originalfilm und seiner Handlung nicht vertraut ist. Indem er einen flüchtigen Moment des Glücks festhält, gestaltet der Künstler die Metamorphose und das Verschwinden eines verschleierten weiblichen Körpers, der beim Berühren des Bodens buchstäblich explodiert. Das Unerwartete dominiert und erzeugt eine ganz eigene Poesie.

Jaan Toomik
Jaan Toomiks Video-Arbeiten sind von einer gespenstischen Atmosphäre erfüllt, die von vermeintlich normalen Situationen ausgeht. Er hat eine Reihe von Porträts geschaffen, die um seine eigene Person oder um andere Menschen in extremen Situationen kreisen – und in denen sich ungewöhnliche Dinge offenbaren. Seine Bilder sind nüchtern und schlicht, auf das Wesentliche reduziert, und doch enthalten sie eine Vielfalt möglicher Deutungen. Wahnsinn und Kontrollverlust sind wiederkehrende Themen in Toomiks Œuvre, ebenso wie das Interesse an der zentralen Rolle, die der Tod in jedem familiären Beziehungsgeflecht spielt. In “Dancing with Dad” (2003) tanzt der Künstler in eigentümlicher Ekstase respektlos auf dem Grab seines Vaters. Dies gewinnt noch mehr Bedeutung vor dem Hintergrund, dass der Vater des Künstlers starb, als dieser neun Jahre alt war. Mehr als 30 Jahre nach dem tragischen Verlust werden wir Zeuge, wie Toomik auf dem Grab zu einer Art von Musik tanzt, zu der auch sein Vater in dem Alter, in dem der Künstler heute ist, getanzt haben könnte.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Weng Fen (China), Magdalena Jetelová (Tschechien), Marie Jo Lafontaine (Belgien), Nadja Verena Marcin (USA), Nicolas Provost (Belgien), Jaan Toomik (Estland) und Martin Zet (Tschechien)

The MONA Collection
Ausstellungsdauer: Samstag, 23. Mai 2009 bis Sonntag, 21. Juni 2009
Vernissage: Freitag, 22. Mai 2009, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 2 Euro

19. bis 21. Juni 2009:
Die Kunsthalle Faust feiert ihr 10-jähriges Bestehen mit Live-Musik, Lesebühne, Tafelrunde, Laudatoren, Kunstgesprächen, großer Video-Rück-Show und Art-Lounge-Night. Die MONA Collection bildet den festlichen Rahmen.

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Harro Schmidt
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

Tel. 0511 / 213 48 60
Email: kunsthalle@kulturzentrum-faust.de

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