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Kältegrade


Medienkunst, Installationen, Objektkunst, Computergrafik, Malerei und Zeichnung - Werkschau des Ateliers Bettfedernfabrik

So, 10.11.02 -

So, 24.11.02

Präsentation in der Kunsthalle Faust

Die zwölf Künstlerinnen und Künstler des Ateliers Bettfedernfabrik bewegen sich in den unterschiedlichsten künstlerischen Landschaften. Im Jahr 1998 unter dem Titel “Sesam” erstmalig in der Kunsthalle Faust, folgte 2000 “Zinsser zwei”. In diesem Jahr ist nun die dritte Gemeinschaftsausstellung “Kältegrade” zu sehen. Mit “Kältegrade” möchte das Atelier Zinsser den Ausstellungsbesuchern Kontinuität und Entwicklung seiner künstlerischen Positionen zeigen. Das Spektrum der ausstellenden KünstlerInnen umfasst Medienkunst, Installationen, Objektkunst, Computergrafik, Malerei und Zeichnung. Wir wollen ein offenes Publikum ansprechen und zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit zeitgenössischer bildender Kunst beitragen. Diese Ausstellung ist als Projekt angelegt, das modifiziert auf andere Orte angewendet werden soll.

Natalie Deseke lässt die Besucher in die Konversation zweier Stühle, die eine seltsam euphorische Geräuschkulisse abgeben, eingreifen und erweitert mit dieser Klanginstallation ihre Edition KleinLauschMittel. Außer klingenden Kaugummiautomaten realisiert die Radio Flora-Moderatorin und Sängerin interdisziplinäre Projekte, zum Beispiel mit der Medienkünstlergruppe Here Nor There aus Bristol, mit denen sie jüngst in Maribor, Slowenien, auftrat.

Die in Uruguay geborene Maria Fieseler-Roschat ist in der Region schon mehrmals mit ihren Objektgewändern aus genähten Papieren in Erscheinung getreten. Ihre Installationen bestehen aus genau kalkulierten Material-Korrespondenzen, durch die sie den Eigenwert der Dinge aushebelt und neue Betrachtungsvarianten ermöglicht. In der Ausstellung gruppiert sie um eine große Zinkwanne neu definierende Elemente.

Anna Grunemann, neu in der Ateliergemeinschaft, fiel in den letzten Jahren vorwiegend durch Interventionen im öffentlichen Raum auf. Seit einem Jahr setzt sie sich intensiv mit dem Medium Licht auseinander und stellt hier einen komplex gestalteten UV-Lichtraum aus, der sich auf subtile Art und Weise mit unserem Bedürfnis nach Kalkulierbarkeit von Gefahr und der Thematik Sicherheit befasst.

Kerstin Henschel arbeitet als Malerin auf großflächigen Leinwänden mit einem Vokubular der Abstraktion in einem ihr selbst auferlegten Koordinatensystem. Primärfarben werden lasierend oder fadenartig in fließenden Pinselstrichen neben- und übereinander aufgetragen. Auf den Bildflächen schichten sich in transparenten Raumfolien geometrische oder geschwungene, organisch – vegetabile Formen. Es entstehen imaginäre Bildräume, in die der Betrachter eintreten kann.

Dieter Kist arbeitet seit Anfang 2002 mit, durch flexible Formen kalkuliert wuchernden PU-Schaum, diese Arbeitsweise nennt er Artschaum. Seine Objekt-Konstellationen montiert der Künstler multipleartig im Raum und schafft so neue architektonische Eindrücke. Ergänzender Bestandteil seiner Ausstellung ist die dauerhaft eingerichtete Internetseite www.artschaum.de

Bernhard Kock arbeitet nach einer längeren Phase fast monochromen Ausdrucks zurzeit in engerer Anbindung an den Bildhorizont und steigert durch diese Begriffserweiterung die Subtilität seiner Farbwelten. Bestimmend für seine neue Serie von Landschaftsbildern ist die extrem tief gelegte Horizontlinie. Eine eigenwillige Gestaltung, die die Arbeiten sehr entrückt wirken lässt und den Betrachter mit dem Unendlichen und zugleich Unfassbaren konfrontiert. In Kocks stillen, farbintensiven Arbeiten leuchtet die Welt in nuancierten Farbakkorden und strahlt oder verschwindet im Dunkel, als seien Erde, Himmel und Wasser nur im Grad ihrer Lichtintensität voneinander unterschieden.

Luzia Lippert arbeitet in einem Crossover zwischen Klang- und Bildwelten. Unorthodoxe Materialien verschmelzen in Objekten und multimedialen Inszenierungen zu einer Bildaussage. Die Ausstellung zeigt eine neue Arbeit mit digitaler Projektion.

Harro Schmidt verschränkt in seinen Arbeiten sein fundiertes geologisches Wissen mit den visuellen Werten gesellschaftlicher Strukturen. Dabei bedient er sich unvoreingenommen verschiedenster Materialkombinationen wie Silicon, Kunststoffen, Siebdrucken, und Kopien, die er zu ästhetischen Licht-Farbwelten bündelt. In der Ausstellung ist eine neue Lichtarbeit zu sehen.

Kältegrade
Ausstellungsdauer: Sonntag, 10. November 2002 bis Sonntag, 24. November 2002

Kunsthalle Faust - Logo

Kontakt

Harro Schmidt
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

Tel. 0511 / 213 48 60
Email: kunsthalle@kulturzentrum-faust.de

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