Kapitel 7 Weg 211111 – Begegnung

Auf der Bank neben ihm saß eine alte Frau, die in diesem Augenblick ihr Brötchen in den Sandkasten fallen ließ. Hans erkannte die alte Dame, es war Frau Frankiewicz. Er hob ihr Brötchen auf und fragte: „Was tun sie hier, ich dachte, sie wären mit ihren Kindern verreist?“.
Sie drehte sich überrumpelt zu ihm um, da sie ihn bis jetzt noch nicht bemerkt hatte, aber antwortete dann schließlich: „Ach, hallo Hans, du bist es. Ach, weißt du, mein Lieber, du bist schon der Zweite heute, der mich das fragt, heute Morgen musste ich es Anna auch erklären. Die Frau meines Enkels Victor steht kurz vor der Geburt und so wurde der Urlaub natürlich kurzfristig abgesagt!“.
Hans kannte Victor noch aus seiner Kindheit und sagte deshalb überrascht: „Mit Victor habe ich doch früher auch hier gespielt. Er muss doch erst in meinem Alter sein, also 25. Das finde ich aber toll, dass er schon jetzt Kinder hat! Und für sie freue ich mich natürlich auch, schließlich werden sie bald Uroma, ich gratuliere!“

Frau Frankiewicz lachte herzlich und sagte: „Danke, aber jetzt mal zu dir. Wie läuft es eigentlich mit dir und Sahra, ist alles in Ordnung?“ In diesem Moment klingelte Hans´ Handy und er ging ran.
Es war Sahra, die ihm erklärte, dass sie heute leider wieder mal kurzfristig zu ihren Eltern nach Braunschweig müsse und dass es ihr sehr leid täte, diesen Tag nicht mit ihm verbringen zu können. Aber sie glaube fest daran, ihre Eltern dieses Mal von ihm überzeugen zu können.

Hans bot ihr an, mit nach Braunschweig zu kommen und ihr dabei zu helfen, doch Sahra meinte, dass dies alles nur noch verschlimmern würde. Schließlich stimmte Hans ihr zu und legte auf. Die ganze Situation mit Sahras Eltern nahm ihn echt mit. Er wusste nicht, was er tun könnte, damit sie in endlich akzeptierten. Doch diesen Gedanken schob er erst mal beiseite, der Tag hatte doch so schön begonnen.